Der Kanal die Zweite

Die Fahrt ging weiter über den Gatunsee und den Culebra Cut oder Gaillard Kanal, der über 18 Kilometer ins Erdwerk und in Felsen gehauen wurde.

Culebra Cut

Unmittelbar danach erreichten wir die Pedro Miguel Schleuse um die erste Stufe bergab zu nehmen.

Pedro Miguel Schleuse

Über den Mirafloressee erreichten wir nach weiteren zehn Minuten die Miraflores-Schleusen, um die letzten beiden Stufen hinunter zur Pazifikküste zu durchfahren.

Miraflores-Schleusen

Jetzt noch unter der Pazifikbrücke durch und wir sind im Pazifik und haben freie Sicht auf Panama City.

Pazifikbrücke
Panama City

Der Kanal

6:10 In der Ferne ist schon die Brücke über den Kanal zu sehen. Um 8h sollten wir in die Schleusenanlage mit 3 Stufen einfahren, um 9:30 dann durch sein.

Unter der Atlantikbrücke hindurch

Am Oberdeck sind Bars aufgebaut.

7:30 Wir steuern das Old Lock, die alte Schleusenanlage, an. Somit sehen wir heute auch diese in Aktion.

Im Poolbereich gibt es Verkaufsstände für so ziemlich alles von Tshirts bis hin zu Kameras und Ferngläser.

8:00 Schleuseneinfahrt.

8:30 In der ersten von 3 Schleusen.

10:00 Wir haben alle 3 Stufen passiert und verlassen die Anlage.

Colón

Um 9h legten wir in Colón an und um 10h ging die Tour los zur Besichtigung der ersten Schleusenanlage, Agua Clara Locks & Old Canal Zone.

Links Agua Clara, rechts Old Canal

Anschließend ging es direkt zu Agua Clara. Dort konnten wir die komplette Passage eines Containerschiffs durch die erste Schleuse verfolgen.

Vor dem Schließen der Schleusen
Vor dem Öffnen der zweiten Schleuse

Unterwegs gab es viel Information. Ein Kreuzfahrtschiff zahlt bis zu 600.000 $ für die Durchfahrt durch den Kanal. Jedes Schiff muß 12 Stunden früher da sein zwecks Inspektion und Übernahme durch den Lotsen. Das metrisch System ist schon lange eingeführt, doch die Panamesen weigern sich,Dias anzuerkennen. So wird mit zwei Systemen gearbeitet. Ob ich 1/2 Kilo oder ein Pfund kaufe, ich bekomme es wie ich es bestellt habe. Dazu mussten z.B. alle Waagen auf das duale System umgerüstet werden.

Nach drei Stunden waren wir zurück im Hafen. Mittagessen, etwas ausruhen. Um 16h wollen wir noch einen kleinen Spaziergang in Colón machen.

Geht’s jetzt los?

Gerade kam die Ansage durch, dass jetzt alle Probleme behoben sind und einer Weiterfahrt nichts mehr im Weg steht. Es gibt eine geänderte Route, Costa Rica ist gestrichen. Noch wird das Schiff betankt. Ich rechne damit, dass wir in einer Stunde ablegen, also um 17h. Ich vertreibe mir die Zeit bei einem Mojito, da ruft Mariella an, dass der nächste Hafen Colon in Panama ist und Ausflüge buchbar sind.

Das Buchen ging recht schnell, obwohl wir uns beim Schalter anstellen mussten. Somit fahren wir nicht nur durch den Kanal sondern setzen auch unseren Fuß ins Land.

17:10 Unser Schiff kündigt mit drei Hornstössen das Ablegen an.

17:30 Endlich bewegt sich das Schiff wieder. Wir nehmen langsam Fahrt auf. Endlich wieder unterwegs. Auf Wiedersehen Kolumbien!

Cruise Surprise

Dabei handelt es sich nicht um ein köstliches Gericht. Aber die Sache könnte vor Gericht landen.

Schon beim boarding, als wir in die Kabinen konnten, fanden wir die Absage unseres Landausflugs in Huatulco vor. Tags darauf wurde Nicaragua gestrichen, statt dessen gibt es einen Seetag. Der von uns gebuchte Landausflug in Cartagena wurde kurzfristig wegen zu wenig Teilnehmern abgesagt,also mussten wir einen anderen buchen.

Kurz vor dem Landausflug, etwa um halb neun gab es einen Stomausfall, der heute um fünf Uhr noch immer nicht ganz behoben zu sein scheint. Bei der Rückkunft vom Landausflug waren die Aufzüge nicht benutzbar und die Rollstuhlfahrer sammelten sich um die Lifte an. Also zu Fuß von Deck 3 zum Deck 9. Auf Deck 5 gab es eine Ansammlung. Alle Stühle, auch die zusätzlich herangeschafften waren belegt. Es wurden Getränke und Snacks – alles was ohne Strom machbar war angeboten. Noch war der Ausfall der Klimatisierung nicht sehr bemerkbar. Nach einem Becher Saft und einem Tramezzino gingen wir weiter zu unseren Kabinen, legten die Rucksäcke ab und stiegen hinauf zu Deck 12, dem Raucherbereich. Ein kurzes Mittagessen im Green Garden und danach in die Kabinen.

Um 16h herum kam die erste Durchsage. Keine Entschuldigung, lediglich die Information, dass aufgrund des bekannten Stromausfalls das Schiff statt um 17h auszulaufen, bis Mitternacht in Cartagena bleiben wird, was uns die Möglichkeit böte, Cartagena weiter zu erkunden.

Etwas später wurde ein Brief zu den Kabinen gebracht. Auch nicht wirklich was von Entschuldigung, einzig neu war, daß es um 6h weitere Informationen geben sollte.

Das Abendessen im einzigen funktionierenden Restaurant Green Garden war ein Chaos. Innen heisst und stickig, aussen alle Plätze belegt. Gleichzeitig das „Bordfest“ mit Band im Poolbereich. Das Management verabsäumte es, sich bei dieser Gelegenheit persönlich zu zeigen und zu entschuldigen. Um 21:30 begannen die Klimaanlage wieder langsam die Innenbereiche abzukühlen.

Wir sollten seit über 14 Stunden unterwegs in Richtung Panamakanal sein, liegen aber immer noch in Cartagena. Ich habe soeben an der Rezeption nach dem neuesten Stand gefragt. Es gibt nichts neues. Also weiter warten…

Um halb neun hieß es „wir warten noch auf Prüfung und Freigabe durch die Hafenbehörde“.

Einschiffung

Trorz Klimaanlage habe ich gut geschlafen. Der Tag begann gemütlich. Ich hatte bis 12h Zeit bis der Shuttlebus mich zum Schiff abholen sollte. Nach dem Frühstück musste ich mich noch um den beschädigten Koffer kümmern. Der Gepäckservice tat das mit Montageklebeband.

Jetzt hatte ich noch Zeit für einen kurzen Spaziergang durch das Zentrum. Das Hotel liegt in Downtown. Ich nahm den Weg zum Margaret Pace Park, der direkt am Meer liegt.

Nun zurück zum Hotel, Gepäck holen und warten. Der Bus war überpünktlich. Wir hatten eine rote Welle doch es war ja nicht weit. Das Boarding verlief ohne Wartezeit. Die Kabinen waren noch nicht fertig. Also ab in die Raucherzone auf Deck 12. Schon Bald kamen Poldi ums Mariella, die in einem anderen Hotel waren.

Kabinen beziehen, Koffer auspacken und Schiff erkunden. Nach dem Abendessen ging es bald ins Bett.

Der Flug.

Die Maschine der Austrian nach Frankfurt war halb leer. Abflug pünktlich, Landung überpünktlich. Der Checkin war ratzfatz fertig,iä im Gegensatz zu gestern, da hab ich Blut geschwitzt.

Auf dem größten Provinzflughafen (Frankfurt) der Welt ging es unerwartet rasch voran. Dafür war der Anschlussflug der Lufthansa nach Miami ausgebucht und das boarding verspätet. Dann gab es auch noch einen Notfall vor dem Start und letzlich wurde der Patient im Rollstuhl aus der Kabine gebracht. Der Start war über 1h verspätet.

Ich sitze als Fremdkörper mitten in einer Schweizer Gruppe. Mein Sitznachbar hat nicht einmal meinen Gruß erwidert.

Bei der Passport Control stand ich eine dreiviertel Stunde in der Schlange. Legen die keinen Wert auf Touristen?

Beim Ausgang empfing mich eine Dame der NCL und organisierte eine Limousine, die mich zum Hotel Hilton Downtown Miami brachte. Ich bekam ein Zimmer im 18. Stock mit Pier view. Habe noch auswärts eine Kleinigkeit gegessen. Jetzt ist es 21 Uhr und ich habe seit 44 Stunden kaum geschlafen. Schnell noch unter die Dusche und ab in die Heia.